[Mangaka] Tetsuo Hara [Fist of the North Star , Fist of the blue Sky , Cyber Blue , Nobunaga]

    • [Mangaka] Tetsuo Hara [Fist of the North Star , Fist of the blue Sky , Cyber Blue , Nobunaga]

      Der Text musste gekürzt werden ist aber unter der Quelle gänzlich zu lesen...



      Tetsuo Hara (jap. 原哲夫, am 2. September 1961 in Tokio geboren) ist einer der prägendsten Mangaka der 80er-Jahre und die zentralste Stütze von Shueishas Weekly Shōnen JUMP im selben Zeitintervall. Der langjährige und gute Freund von Tsukasa Hōjō hat sich vor allem um die Wiederbelebung des Gekiga-Genres verdient gemacht und zählt nicht zuletzt aufgrund seiner Lebensgeschichte zu meinen liebsten Mangazeichnern aller Zeiten. Ich ziehe schon vorweg meinen Hut vor einem Mann, der das Zeichnen mit jeder Faser seines Körpers leibt und lebt…

      Die Anfänge – Waschechte Ausbildung zum Mangaka und erstes Stelldichein bei WSJ
      Hara war schon als kleiner Junge begeisterter Mangaleser. Als er die zweite Klasse der Grundschule besuchte (mit sieben Jahren) war er ein großer Fan von Ikki Kajiwaras Tiger Mask, wurde von diesem Werk beeinflusst und hat versucht, den Zeichnungen nachzueifern. In der 4. oder 5. Klasse entdeckter er Fujio Akatsukas Tensai Bakabon für sich. Das war der Zeitpunkt, zu dem er zum ersten Mal dachte, dass es doch interessant wäre, selbst Manga zu zeichnen.

      Den Entschluss aktiv eine Karriere als Mangaka anzustreben fasste Hara erst viele Jahre später, etwa zu seiner Zeit als Mittelschüler. Als er die Mittelschule abgeschlossen hatte, wechselte er an die tokioter Hongō Mittel- und Oberschule und schrieb sich dort an der Design-Fakultät ein, die einen speziellen Lehrstuhl für Manga besaß. Hara nahm an zahlreichen Wettbewerben verschiedener Manga-Verlage teil und in seinem zweiten Jahr als Oberschüler, mit 17 Jahren, bekam er erste positive Reaktionen von Seiten der Redaktion der Weekly Shōnen JUMP. Er traf sich daraufhin mit Kazuo Nakanō, dem damals stellvertretenden Chefredakteur der JUMP, der sich auch als Entdecker vieler großer Mangatalente der damaligen Zeit (u.a. Yoshinori Kobayashi [Gōmanism Sengen] und Yudetamago [Kinnikuman]) einen Namen gemacht hatte. Das für mich wohl Unvorstellbarste an dieser Station in Haras Biographie, ist die Tatsache, dass er zu dieser Zeit Gag-Manga zeichnete. (Darum wohl auch das Treffen mit dem Gag-Manga-Spezialisten Nakanō) Hara nahm zu diesem Treffen das Manuskript eines neuen Manga, den er gezeichnet hatte, gleich mit. Nakanōs Kritik war jedoch mehr als nur ernüchternd: er verglich Hara mit dem etwa gleichaltrigen Yudetamago-Duo, die als Oberschüler ihr Mangaka-Debüt gaben und bereits eine Serie in JUMP veröffentlichten. Das niederschmetternde Urteil: „Dir fehlt noch das Zeug, vergiss es!“

      Die ersten Schritte – Hinwendung zum Gekiga und Assistenzzeit
      Als Reaktion auf dieses Intermezzo orientierte Hara sich um und wandte sich dem Gekiga-Manga zu, ein Genre, das er ohnehin sehr viel lieber zeichnen wollte. Diese Spezialisierung ging soweit, dass er sich mit 18, als er seinen Abschluss an der High School macht, auf der Gekiga Sonjuku einschreibt. Bei dieser berühmten Schule handelt es sich um eine Ausbildungsstätte für angehende Mangaka, Manga- sowie Drehbuchautoren. Gegründet wurde sie von keinem geringeren als Koike Kazuo (Lone Wolf & Cub, Crying Freeman und Lady Snowblood), einer Lichtgestalten des japanischen Manga und einer der Urväter des Gekiga-Manga.

      Parallel entschließt sich Hara, praktische Erfahrung als Mangaka zu sammeln und macht sich auf die Suche nach einer Stelle als Assistent. Im Zuge dessen kommt es zur bedeutungsreichen Begegnung des jungen Hara und eines aufstrebenden Redakteurs der Shōnen JUMP, der auf den Namen Nobohiko Horie hört. (Wer den vergangenen MOTM-Thread zu Tsukasa Hōjō aufmerksam gelesen hat, der wird sich vielleicht noch an diesen Mann erinnern.) Hara weckte Hories Interesse, er sah in dem Teenager eine Menge Potential und nahm ihn unter seine Fittiche. Zunächst versuchte der Redakteur Hara bei Buichi Terasawa (u.a. Goku Midnight Eye und Space Adventure Cobra) unterzukriegen, dessen Stil am ehesten in die Richtung ging, die Hara einschlagen wollte. Doch Terasawa benötigte zu dieser Zeit keinen Assistenten. Also vermittelte Horie den jungen Hara schließlich an Yoshihiro Takahashi (u.a. Shiroi Senshi Yamato, das Ginga-Franchise, etc.), den Meister des Hunde-Manga. Was zunächst wenig bis kaum kompatibel wirkt, war von Horie genauestens kalkuliert. Er dachte, wenn Hara mit seinen testosterongeladenen Manga der beinharten Edelmänner am emotionalen und gefühlsbetonten Schaffen Takahashis Anstoß nähme, würde das Ganze eine interessante Mischung ergeben.

      Insgesamt assistierte Hara Takahashi anderthalb Jahre. In dieser Zeit erlernte er eine Menge praktische Techniken, wie beispielsweise freihändiges Zeichnen. Während Hara zuvor noch stets spezielle Lineale benutzte (z.B. ein Lineals in Wolkenform zum zeichnen für Hintergründe), meinte Takahashi als Hara ihn fragte, wo er solch ein Lineal im Studio des Mangaka finden könnte: „Sowas gibt’s hier nicht, zeichne freihändig!“ und der Youngster merkte wie viel mehr Dynamik und Ausdrucksstärke freihändige Zeichnungen besaßen.

      Im April 1982 gewinnt Hara den 33. Fresh JUMP Award (ein monatlicher Mangapreis für Nachwuchsautoren, der zwischen den Jahren 1979 und 1982 verliehen wurde. Ist von seiner Bedeutung mit dem Hop☆Step Award vergleichbar, den z.B. Oda damals gewonnen hat, oder dem JUMP Trasure Newcomer Award, der seit 2007 vergeben wird.) mit seiner Kurzgeschichte Super Challenger. Damit kam der Stein ins Rollen. Vier Monate später gibt Hara sein Debüt als Profi als seine Boxgeschichte Mad Fighter als Oneshot in einer Sonderausgabe von JUMP abgedruckt wurde.

      In dieser Zeit kam Horie auf seinen Schützling zu und meinte, es wäre an der Zeit, eine Serie zu starten. In einem ausführlichen Fernsehinterview haben die beiden aus dem Nähkästchen geplaudert und die Situation rekapituliert, besitzt sie doch eine dermaßene Ironie, dass man nicht anders kann als zu schmunzeln: Horie selbst war begeisterter Motorrad-Fahrer, Motocross um genau zu sein. Ob es blanker Egoismus war oder eine absolute Falscheinschätzung von Seiten Hories, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, aber dieser dachte, es sei eine vortreffliche Idee einen Motocross-Manga zu zeichnen. Haras Reaktion darauf (gemäß zuvor erwähntem Interview): „…o…kay?“ Er selbst konnte mit der Thematik nämlich reichlich wenig anfangen (und damit war er nicht allein wie sich rausstellen würde), aber ihm war alles recht, solange er endlich seine Karriere starten konnte.

      Der Durchbruch – Das Don-Quijote-Debakel und der leuchtende Nordstern!
      Das Ergebnis des Ganzen war der Oneshot Crash Hero, der im Herbst 1982 in Ausgabe #43/82 der Weekly Shōnen JUMP abgedruckt wurde. Da man in einem Redaktionsmeeting, das zur selben etwa stattfand, händegringend nach Kandidaten für neue Serien suchte, entschied man sich kurzerhand Crash Hero als Serie umzusetzen – und das, ohne jegliches Feedback seitens der Leser abzuwarten. Genau 14 Tage später (in Ausgabe #45) startet Tetsuo Haras erste Serie: Tetsu no Don Quijote (dt. Der eiserne Don Quijote)

      Ein reichlich kurzes Intermezzo, das bereits nach 10 Wochen sein Ende fand. Auch diese Tatsache besitzt dank Hories durchaus eigener Arbeit als Redakteur wieder eine ironische Note… Hara hatte bis zur sechsten Woche der Veröffentlichung keine Ahnung, wie es um seine Serie stand. (Bereits die Leserreaktionen auf den Oneshot fielen bescheiden aus.) Nach sechs Wochen kam Horie also zu seinem Schützling und meinte unverblümt: „Okay, wird Zeit, dass wir über deine nächste Serie nachdenken…“ – Unglaublich, aber wahr! Hara fiel natürlich aus allen Wolken, akzeptierte die Entscheidung aber natürlich kleinlaut. Ein großer Dämpfer für ihn, der bis dahin unentwegt von der Redaktion (allen voran Horie) ausschließlich Lob erfahren hatte. Fakt ist, dass die Ergebnisse von Tetsu no Don Quijote gegen Ende zwar besser wurden und es daher durchaus möglich gewesen wäre, die Serie noch fortzuführen, aber Horie hatte ein schlechtes Gewissen, weil er Hara einfach die Motocross-Thematik aufs Auge gedrückt hatte.

      So machten sich die beiden daran, das Konzept für einen epischen Kampf-Manga zu entwerfen, etwas, das Hara ohnehin viel lieber gezeichnet hätte. Über den Zeitrahmen von einem Jahr schusterten die beiden im Akkord an dem Manga, der Hara den Durchbruch ermöglichen sollte und zu einem der größten und berühmtesten Mangaka der Geschichte machen würde: Hokuto no Ken (Titel der meisten internationalen Adaptationen: Fist of the North Star).
      Obwohl der Prototyp-Oneshot der Serie, welcher in zwei Ausführungen im Magazin Fresh JUMP veröffentlicht wurde, sich beide Male großer Beliebtheit erfreute, bekam Hara – gebrandmarkt durch das Don-Quijote-Debakel – auf halbem Wege Zweifel, dass er die Geschichte mit guten Ergebnissen als Serie umsetzen könnte. Aus diesem Grund holte man sich tatkräftige Unterstützung in Form des Autors Buronson, einer der bekanntesten und besten Manga-Autoren und unlängst einer der ganz großen Namen – nicht zuletzt dank Hokuto no Ken!

      Das Epos um Kenshiro, den durch das Ödland schreitenden, stoischen Helden mit dem Herz am rechten Fleck, sollte sich als ganz großer Wurf erweisen. Im ersten halben Jahr, in dem die Serie in JUMP lief, konnte das Magazin seine Verkaufszahlen mal eben verdoppeln! (Soviel zum Love Comedy Boom und Shogakukans großer Aufholjagd…) Die Reaktion von Fanseiten war überwältigend und Hokuto no Ken sollte sich – ähnlich wie es One Piece gelang – als absolute Nummer 1 der Weekly JUMP sowie DER prägende Manga der 80er etablieren. Als die Serie nach drei Jahren ihr Ende anpeilte, bat man Hara und Buronson quasi auf Knien, noch ein paar Jahre dranzuhängen. Mit über 60 Mio. verkauften Exemplaren in Japan allein und weiteren 40 Mio. weltweit zählt die Serie mit ihren 27 Bänden zu den bestverkauften Manga aller Zeiten und auch über 20 Jahre nach dem Ende von Hokuto no Ken ist das Interesse an Ken und Co. nach wie vor ungebrochen groß.

      Quelle: pirateboard.net/index.php?page=Thread&threadID=9195
    • Fist of the blue Sky / Sōten no Ken



      Kenshiro Kasumi [ein Vorfahre der Faust des Nortsterns] reist als japanischer Professor in den 1930er nach Shanghai weil er von Pan Guang-Lin und seiner Schwester Yu-Ling um Hilfe gebeten wurde. Ihre Triade die Qing Bang wird von der gefährlichen Hong-Hua bedrängt und verliert so immer mehr Territorium und Einfluss in Shanghai. Weil Shanghai zu dieser Zeit in französischer Hand ist und China zudem auch immer wieder Angriffe der Japaner abwehren muss gilt in den Straßen Shanghais das Recht des Stärkeren...







    • Kickstarter für ein Fist of the North Star" Innovative eBook mit wahlweise Japanisch und Englisch gestartet...

      kickstarter.com/projects/19686…ive-ebook?ref=recommended

      Das wäre verdammt stark wenn sich sowas durchsetzen würde. Ein Batterie betriebenes Buch mit allen Manga einer Serie bei dem man sich einfach per Knopfdruck jede Seite auch in einer anderen Sprache [hier Japanisch & Englisch] anzeigen lassen kann.